Mo-Rudeltraining,26218

…wir starten heute ein Exampel…. Konrad soll Lumi, Sheila und Cora holen und gemeinsam mit Benjo zu mir kommen…. heute ist es seine Aufgabe, das Rudel zu lenken…. das Wesentliche steht an: Der Lernschritt – zu erkennen, – wann und wie Hunde eingeordnet werden sollen und wann und wie man Grenzen setzt….

Der Start ist nicht so toll, Probleme mit Auto, in der Hektik die Lumi vergessen, Sheila ein bischen zu früh losgelassen (sie folgt ihm nicht sondern läuft von Anfang an vor) Cora und Benjo sind total wucki – und zerren Konrad zu Christine und mir. Wir kommen den kleinen Weg rauf, Guzo, Betti und Steffi sind eingeordnet (Guzo an der Leine) und alle drei stehen unter Signalkontrolle. Sheila sieht uns – ich spüre die Aufregung die sie mitbringen – sie kommt devot zu mir und zollt dem Rudel Respekt. Ich streichle sie dafür, sie ist ins Rudel eingeordnet (hat sie selbst gemacht, weil sie spürt das es stimmt – ihr gut tut) und darf mitmachen. Wir reden, Lumi kommt zur Sprache, Konrad reagiert cool und ist sofort bereit noch mal loszufahren und sie abzuholen. Cora kommt zu Guzo an die Leine – und bekommt das “bei mir” Signal – somit ordne ich sie ein – und sie beruhigt sich. Benjo ist Konrad´s Lehrgeld – eben genau: Bändigen, Grenzen setzen, Anleiten und entspannt halten…. also behält er ihn und nimmt ihn mit…. er übernimmt Verantwortung und bekommt “sein Lehrgeld” vom Leben – und dabei gleich viel Hundeerfahrung durch Rudelleitung.

Wir lassen während dessen das Rudel toben und beschäftigen die Bande und motivieren sie zum selberspielen während wir mit ihnen Trainieren. Wir bewegen uns langsam, damit die drei Nachzügler uns einholen können. Es ist echt kalt, also bleiben wir in Bewegung. Alle findens lustig, laufen und tollen und forschen und folgen brav. – Cora ist die volle Gaude – verschwindet links nach unten (beim Übergang) und kommt rechts unten wieder raus (sie ist durchgegangen) – das gleiche noch mal andersrum – wir lachen und loben – voll schlaue und lustige Aktion von ihr – Steffi hat es uns gezeigt (durch schauen und anzeigen) und Cora kommt ganz stolz wieder ins Rudel.

Die Hunde beginnen zu schnüffeln und nach hinten  zu schauen – sie riechen “den Rest des Rudels” schon. – Trotzdem sollen sie dableiben und wir gehen (ganz) langsam weiter. Wir lassen uns einholen, Cora und Guzo kommen an meiner Seite an die Leine und Konrad hat den Benjo an der Leine. Der ist schon ein bischen ruhiger, zerrt aber immer noch an der Leine. – Nun folgt die Lektion – wann kann welcher Hund ausgelassen werden. – Gemeinsames in eine Richtung gehen, entspannt und beruhigt zusätzlich und erst wenn ein Hund eingeordnet (beruhigt und aufmerksam) ist – kann er auch freigelassen werden. – Die Hunde zu beobachten und lesen  zu können ist das um und auf. – Diesmal klappt es viel besser. Konrad macht gut mit, nutzt das Rudel und lässt Benjo im rechten Moment frei. – Die Rudellenkung klappt in der Basis gut – alle kommen auf Pfiff zu ihm – jetzt kommt das Aufmerksamkeitstraining – die Sheila und der Guzo sehen schon die Pferde während Konrad noch am Belohnen ist – sie steuern in die Richtung – sollte sofort gesehen werden – also bescheid sagen – Konrad löst das souverän – ruft sie wieder zu sich. – Ganz schön viel auf einmal – das fordert und fördert die Aufmerksamkeit im Moment.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten (und der Lektion, warum Hunde gelenkt und eingeordnet werden sollen – weil sie sonst zu wucki sind und nicht folgen können) meistert Konrad die Situation souverän und lenkt das Rudel. Nun bringen wir Spielzeug mit ein und unterhalten die Bande. – Der nächste Schritt – Sachen abgeben – die Hunde geben freiwillig “die Beute” her und ruhig und bestimmt das Spiel lenken. Guzo und Benjo geben gut ab – Lumi und Cora testen Grenzen und Konrad braucht “etwas ruppigkeit” um die Beute zu bekommen. Mit mehr Übung klappt das immer besser. Auch auf Steffi und Betti wird gut geachtet – es wird regelmäßig belohnt (gefällt mir alles echt gut) und die Vorläufer (Guzo,Sheila…) bekommen auch eine Grenze und werden zurückbeordert. – Schön anzusehen, wie Konrad in seine neue Aufgabe hineinwächst (und dadurch gleich mehr Verständnis fürs Rudel  und mich bekommt) und sie meistert. Ich genieße meine “Freiheit-Freizeit” – behalte zwar alles im Auge, widme mich aber in Ruhe dem Guzo und der Steffi und dem Teamwork Betti-Guzo und belohne die Sheila, die regelmäßig vorbeischaut. Dann ein bischen – Abgeben – vormachen (die Hunde und ich sind schon ein gutes Team – da heute nur “Althasen” – alle schon gut trainiert dabei sind) – und die “passende Energie” ins Lenken des Spieles bringen. – Konrad lässt sich gut mit einbinden, übernimmt und schwingt in der gleichen Energie – motivierend und lustig im Verhalten – dabei aber auch ruhig und bestimmt in der Ausstrahlung – so wie´s gut läuft und sich richtig anfühlt. – Die Hunde danken es und folgen brav. Guzo genießt die extra Portion Aufmerksamkeit – Benjo sitzt immer wieder mal da und sieht mich schief und fragend an – warum lenkst du mich heute nicht? – warum gibt mein Mensch dem Rudel Anweisungen – was ist da los? er kommt ganz vorsichtig und respektvoll vorbei und dafür kassiert er ein Lob und ein Stück Beute. – Heute gibts die Regeln und Grenzen von deinem Menschen – mein lieber – ich bin heute mal “nur” mit meinen Hunden im Rudel dabei und genieße die Dynamik, lasse mich davon tragen und mir von den Hunden beim Training meines Rackers helfen. Benjo ist so fasziniert von und beschäftigt mit der “neuen Situation” das er völlig vergisst, Blödsinn zu machen. Auch Guzo folgt brav, da er viel von meiner Aufmerksamkeit bekommt. Steffi genießt auch meine und Christines Aufmerksamkeit und auch Konrad achtet auf sie und belohnt sie mit. – Das taugt ihr. Guzo und Betti sind die volle Hetz. Zuerst um die Frisbee balgen und spielzerren – dann zu zweit den Ball schleppen, zu mir bringen und ihn mir vor die Füsse legen. Ich lache natürlich herzlich und bewundere sie. – Das hat noch keiner gemacht – zu zweit gemeinsam (in beiden Mäulern) im Einklang mir den Ball bringen.

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