Mo-Gaude u. Training,26318

….Ranger bekommt die volle Pulle Rudelenergien verpasst und gemeinsam mit Benjo wird heute trainiert….. – trotz Spielen und Aufdrehen und Ablenkung – brav zu folgen und ruhig und entspannt mit den anderen Hundekumpels umzugehen… um Spiele zu bitten oder auf angebotene einzugehen – statt grob in ein wildes – aber gemeinsam gelenktes Spiel im Rudel einzufahren…. ich bleibe total ruhig und in meiner Mitte – und reagiere konsequent auf jeden “Regelverstoss” – Benjo fährt ins Spiel (viel zu grob) – er bekommt ein GENUG als Warnung – reagiert er nicht sofort darauf – an die Leine (die negative Bestärkung fürs falsche Verhalten) und es gibt an Rangers Seite Unterordnung und Folge-Training (ich gebe Weg und Tempo an und die Hunde achten auf mich) – sobald er sich entspannt und auf mich achtet (Schwanz auf Halbmast, Hund bekommt meine Abbieger mit und folgt brav) belohne ich ihn mit einem ehrlichen Verbalen Lob (gut gemacht) und schenke ihm zur Belohnung (die positive Bestärkung fürs richtige Verhalten) seine Freiheit….. ich rufe ihn oft zu mir und schreite rechtzeitig ein – bevor er sich zu sehr aufregt – und so hat er eine echte Change zu verstehen – was wir von ihm wollen…. Ranger jetzt mal einen Menschen der ihm sagt, wo´s langgeht – und ihn (Hundeverständlich) anleitet – -wie oben beschrieben – eben ständig auf den Alltag angewandt….

Felix und Cory sind zu Beginn auch total überdreht – die werden beide kassiert und angeleint. Gemeinsam sollen alle ein Stück an meiner Seite an der Leine gehen – und plötzlich erinnern sich Felix und Cory sehr genau wieder – wie man sich benimmt – und gehen an lockerer Leine mit und folgen mir gut. – Zur Belohnung gibts Freiheit – und beide benehmen sich jetzt echt gut. – Der Guzo hat sich das letzte Leinentraining gemerkt, genau wie die Cora, beide sind entspannt und brav und folgen brav und warten bis sie das Signal für – sei frei – bekommen. Betti, Steffi, Moritz,Lumi und Sheila – sind die alten Weisen – und machen wieder alles richtig und helfen supa mit.

Das Tagal ist schön heute, Steffi und Moritz hatten gestern einen Ruhetag – also sind sie heute live dabei. Auch Guzo ist putzmunter und spielt und tollt mit seiner Betti-Freundin rum. Ich nutze die Gelegenheit um dem Benjo und dem Ranger Benimmregeln im Rudel – und gemeinsames Wandern an der Leine beizubringen. – Beide an meiner Seite – oder hinter mir wenn sie Schnüffeln wollen – was sie sich verdienen können – fürs brave Folgen – und an lockerer Leine aufmerksam auf mich achten. – Wollen sie vor – blockiere ich sie mit Fuss oder Körper (nein, nicht schlagen, auch wenn der Fuss am Hund ist) und nehme den Raum ein, denn der jeweilige Hund gerade einnehmen möchte. – Beide verstehen was ich von ihnen will und laufen nebeneinander an lockerer Leine – jetzt lasse ich ihnen nach verbaler Belohnung (gut gemacht – echt gemeint und erfreut) mehr Leine und sie dürfen schnüffeln, sollen jedoch dabei die Leine locker halten. – Wo das Rudel schnüffelt, verweile ich, damit sie auch schnüffeln können – zerrt einer weg, zappe ich auf die Seite – lockert er – darf er weitermachen – will er weiterzerren – sofort wieder an kurzer Leine an meine Seite. – Spaß vorbei. – So lernen die (großen und starken) Jungs, das es sich lohnt auf mich zu achten – mir zu folgen und sich anleiten zu lassen.  Meine Singale sind bindend – werden sie nicht ausgeführt – hat das Konsequenzen (Leine, Freiheit weg…..) – werden sie befolgt, gibt es Lob, Spiel, Freiheit, leckere Beute u.s.w…. – somit folgen die Hunde auch frei – weil wir “eine Verbindung” haben, die sich für beide Seiten lohnt – Wir bieten dem Hund Spaß und Sicherheit und Anleitung und helfen ihm dabei, gut durch die Menschen-Hunde Welt zu kommen und lernen wiederum von ihm (das natürliche) und hören auf ihn. (erkennen seine Signale, reagieren angemessen darauf, erkennen was uns der Hund zeigen oder lehren will u.s.w.) – Während wir den Hund “lesen lernen” und auf ihn hören, lernt er uns nicht nur  zu lesen (kann euer Hund bei euch viel besser als ihr bei ihm – das versichere ich euch – bei mir ist es genauso) – sondern auch uns zu vertrauen. – Wir kommunizieren klar. – Sind dabei ruhig und bestimmt und agieren zum Wohle des ganzen Rudels. – Wir leiten gut an und verstehen und spüren die Bedürfnisse aller Rudelhunde (oder des eigenen im “Familienrudel”)  (und Menschen). – Somit kann der Hund sich auf uns verlassen, folgt der souveränen Führung sicher und fühlt sich wohl – und kann einfach Hund sein und mit seinen Freunden Spaß haben – und die Jobs machen – die wir ihm geben oder die er im Rudel selbst entdeckt (alte hefen jungen, mutige helfen unsicheren, freunde helfen einander….. ) – er lässt sich gut “steuern” – steht eben auch frei unter Signalkontrolle und hat gutes Sozialverhalten. – Das ist ein Hundekumpel, mit einem “Hundeversteher” der zu Belohnung betüttelt und richtig bestärkt und anleitet. Viel Lob und klare Grenzen – so kann sich jeder Hund (und Mensch) im Rudel gut entfalten.

So, nun aber wieder zur Praxis: – Für Steffi und Moritz suchen wir eine kleinere Waldrunde aus, die gut schaffbar ist. Wir verlangsamen das Tempo, ich verpasse Benjo (so weit wie nötig und so sanft wie möglich-rechtzeitig vorm aufdrehen kassieren, ruhig die Leine nehmen, Fuss und los gehts-dabei sehr genau spüren wie´s ihm geht und was er vorhat – und so rechtzeitig – bestärken oder negieren zu können – Benjo´s Kopf raucht, er bemüht sich total und hat aufgehört mit mir zu diskutieren. – Ein Sitz, – Platsch – Hintern am Boden, ein Bleib – ich gehe die Schleppleinenlänge weg, er bleibt brav sitzen und schaut mich an – ich rufe ihn: BENJO KOMM (immer das gleiche Signal – oder Pfeiffe dazu – beides gleich einsetzen und bestärken – zu Beginn auch immer gemeinsam, damit es gleichgestellt und verbunden werden kann – im Hundekopf – der mit pupertieren beschäftigt ist) – er kommt brav, ein Leckerlie – und toll gemacht (ehrlich gemeint und gefühlt) und er bekommt seine Freiheit geschenkt – für ihn also: mir folgen — und zu mir kommen – voll der Jackpot. – Lob, Beute, Freiheit – so einfach kanns gehen. Er ist begeistert und sehr bemüht – weiterhin zu folgen und sich gut ins Rudel einzuschwingen – weil er jetzt die Konsequenzen von Folgen (bestärkt mit dem passenden) und nichtFolgen (negiert durch Leine, keine Beute od. Aufmerksamkeit…) erkennen kann. – Er wird das bestimmt noch hinterfragen, doch bleibt man konsequent dabei – das es sich lohnt Signale zu befolgen (sitz, platz, aus, komm, genug,fuss, lieb sein……) und es doof für ihn ist (ständig negative Bestärkung – vor allem Spaß vorbei: an die Leine) nicht zu folgen – wird Benjo (der Hund) es verinnerlichen und sein “will top please” folgen und gefallen wollen – eingeschaltet lassen – und gerne im Team mit uns Menschen arbeiten. – Deshalb folgen die Hundekumpels so gut – weil jeder einzelne das “good guy” (so nannten es meine Ausbilder, Rettungs und Polizeihundetrainer in 2 Generationen + viel Rudelschulung und Lerneffekt durchs Rudel – Learning by doing) Training (ich nenne es Alltagstaugliches Training mit dem Ziel: HUNDEKUMPEL) durchlaufen und mit dem Rudel und mir Verbindung aufgebaut hat. – Je mehr seine Menschen mitmachen, desto mehr profitieren sie davon im Umgang und Teamwork mit ihrem Hund. – Der Hund hat auf jeden Fall was davon: Freunde und viel Bewegung und Gaude – mit klaren Regeln angeleitet und durch Grenzen aller (ruhig und bestimmt gesetzt – von allen – für alle – immer wenn´s gerade nötig ist-sowohl – Mensch-Hund, als auch Mensch-Mensch und Hund-Hund und Hund-Mensch) – die wir alle respektieren. – So lernen wir voneinander und aneinander.

Für Ranger gilt, lerne zu folgen und dich einzuordnen – er bleibt an meiner Seite an der Leine und wird mit Schnüffeln belohnt – fürs lockere Leinengehen. Will er vor, stelle ich mich zackig in den Weg – er schaut mich groß an: Echt? Immer und Konsequent? – ich komm nicht durch – auch wenn ich´s öfter probiere? – Ich antworte klar: NEIN – nur wenn du mit mir zusammenarbeitest – dich ins Rudel einschwingst – und dein “will to please” eingeschalten lässt – erst dann schenke ich dir Freiheit im Rudel.

Felix ist supa eingeschwungen – sein Frauli telefoniert (ist wichtig) und er entdeckt Wanderer oben auf der Wiese – er knurrt – die Haare stellen sich auf – er zeigt an – steht dabei nah beim Rudel – ich verwarne ihn (grrrr) – er wendet sich mir zu – ich lobe ihn sofort dafür und rufe ihn zu mir – er kommt ich lobe und belohne noch mal – und schicke ihn zu seinem Frauli – die ist neben dem Telefonieren aufmerksam – bekommt mit – das sie ihn loben soll – und betüttelt ihn herrlich… supa so – das hat er sich verdient….. – nachher erfährt auch sie warum – und kontert: ich vertraue dir und meinem Hund – das ist schön zu hören, denn auch ich vertraue unserem Teamwork.

Dann sind wir hungrig. Felix und Sheila ab in den Opel, beide machen brav, Christine nimmt Betti mit, ich nehme Steffi mit (und aus Selbstschutz und zum lernen für ihn auch Ranger) und der Haushund kommt natürlich auch mit. – Der Rest, ab in den Fiat, was auch alle brav machen.

Zur Belohnung gibts dann noch eine Wiesenrunde für alle und sogar Benjo verdient sich seine Freiheit….. das er von klein weg im Rudel war, hilft ihm jetzt…. sein Kumpel Ranger, lernt es “auf die härtere” Tour – er ist schon 7 Monate – und da sind die Hunde nicht mehr so nett – sondern schon bestimmter – bei der Grenzsetzung. – Ich hefe ihm und gebe ihm nur die Freiheit die er schafft und leite ihn sonst an. – Er weiß jetzt schon, was er tun und lassen muss – um nicht “geschlagen” (von Hunden zurechtgewiesen) zu werden…… gemeinsam mit Benjo (an der Leine) halte ich ihn an der Schleppleine – und gönne den Jungs gemeinsam fürs Teamwork – mehr Freiheit – sofort merke ich – wie sie sich gegenseitig “aufhibbeln” – doch mit der langen Leine habe ich gut Einfluss und kann mit ihnen arbeiten. – Herrufen, belohnen und lenken – alles easy mit Schleppleine – so lernen beide, was ich von ihnen möchte…. – nämlich das “will to please” und das folgen und das sie dafür “Freiheit und gaudiges Miteinander” geschenkt bekommen….

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