Mi-Rudeltraining 2

…Rona startet eine Rudelaction und macht den Hasen… die Meute ist begeistert und jagd hinterher… so entsteht ein lustiges Spiel, an dem sich auch Kira schon beteiligt… heute ist ihr erster Freilauftag – und mein Bauchgefühl hatte Recht: sie ist so weit und macht sich großartig…. alle Hunde haben Spaß, gasen rum oder lesen Zeitung… zur Belohnung gehts zum Miniteich zum forschen und eisplantschen und dann rauf zum Baum – der am Boden liegt… dort darf das Rudel Flugbeute suchen – ich gehe hin – ohne Ankündigung – und beginne die Beute zu verteilen – die Hunde die schon da sind lobe und motiviere ich ganz leise und lade sie zum suchen ein – alle machen sich gleich an die Arbeit – und schnell trudeln die Nachzügler ein – wer zuerst kommt – malt zuerst und bekommt mehr ab – wir belohnen also die Aufmerksamkeit und die Schnelligkeit im Reagieren auf uns Menschen…. – so lernen die Hunde – wieder mal: DAS ES SICH LOHNT MIT UNS ZUSAMMEN ZU ARBEITEN – weil wir schlau sind und zum Wohle aller agieren (wenn wir bei uns sind) – Tiere haben ein gutes Gespür für unsere Energie – und folgen der ehrlich gemeinten Aufforderung zum Teamwork – total gerne….

Kira fühlt sich Pudelwohl im Rudel – und wird schon frech – sie schnüffelt an meinem Getränk.. in dem Fall freue ich mich darüber – weil sie zu Beginn vor knapp zwei Monaten total Angst vor allem hatte – und durch das Rudel echt entspannt und motiviert – einen neuen Blick auf die Welt bekommt und auch ihren (neuen) Leuten, die sich ihrer angenommen haben – zu Vertrauen beginnt – und ihr neues (geschenktes) Leben annimmt.  Mit drei Jahren – lernt sie mit unseren Jungspunden die Welt nochmal neu kennen und lieben… jetzt hat sie die Sicherheit des Rudels und ihrer Menschen zu Hause – und findet zu sich selbst… die Angst verschwindet…. und ihre Lebensfreude kehrt zurück… gemeinsam mit ihren Kumpels macht sie sich auf die Suche nach der Flugbeute…. zusätzlich zu der Freiheit die ich ihr – für das “will to please” und mitmachen wollen an der Leine schenke – rufe ich sie auch regelmäßig zu mir: KIRA KOMM – sie läuft brav an – bekommt ein Stück Beute dafür und darf weiterspielen…. das lohnt sich doppelt: das gibt ihr die Sicherheit – ihre Freiheit zu genießen und geschützt und gelenkt zu werden. – Sie dankt es mir mit Aufmerksamkeit – und mit dem Spaß den sie hat – sie blüht auf – und das erfreut mich – und alle die dabei sind und es miterleben dürfen…. – und alles nur weil ich kein Mitleid mit dem Angsthund hatte – sondern ihn ruhig und souverän – und mit Mitgefühl – durch die Situationen geführt habe, die ihr Angst machen…. so kann sie lernen und Mut aufbauen und sich an jemandem anlehnen, der die Ruhe behält…. – war auch für mich nicht selbstverständlich – auch ich lerne ständig dazu (und werde traininiert) und wurde durch den konsequenten Umgang mit den Hunden – ruhiger, geduldiger lernte in mir selbst zu ruhen….. und so die Hundebande besser händeln zu können…

Nach der Suchpause – gehts wieder weiter – die Hunde zum Laufen motivieren und den Zieweg entlangziehen…. alle folgen brav, ab und zu pfeiffe ich das Rudel zu mir – jeder der 9 Hundekumpels kommt brav angegast und holt sich seine Belohnung… regelmäßig  verschwinden wir Menschen hinter einem Baum und schmücken ihn – wer es zuerst entdeckt – bekommt mehr ab.  So motivieren wir die Hunde gas zu geben, wenn sie zu uns kommen und uns im Auge zu behalten – denn es lohnt sich ja….. alle die freiwillig mitmachen – werden extra Belohnt mit Aufmerksamkeit und Beute und so kommt auch der Rest – schnell an…. wir bestärken also was wir wollen  (aufmerksame und lustige Hunde) – anstatt zu negieren – was wir nicht wollen (abdampfer und dranbickkschnorrer) – so bekommen wir immer mehr von dem was wir wollen – brave, entspannte und lustige Hunde – die ihre Gaude haben und uns trotzdem (oder wegen dem) brav folgen….. je besser wir Menschen zusammenarbeiten – desto leichter ist es mit den Hunden…. die wiederum im Rudel viel voneinander lernen……

wir begegnen einem Rudel (Mann, Huskie Hündin 7 Monate und Rüde Husky-Grönländer) das auch freundlich ist -und alle dürfen hallo sagen – dabei rufe ich Lili zu mir (mal testen was die 10 Tage Training bewirkt haben) und sie läuft auf mich zu – und bleibt dabei mit Schleppleine hängen – Corinna – Geistesgegenwärtig und Aufmerksam im JETZT (die einzige Wirklichkeit) – befreit sie sofort und spricht sie dabei nicht an – ich finds supa – nutze die Hilfe und rufe das kleine Beagle Monster noch mal freundlich zu mir – und trotz der Hunde und der Ablenkung folgt sie meinem Ruf: große Klasse: sie bekommt ein Guzi und darf sofort losstarten – um die neuen zu begrüssen – so sieht sie wieder mal: das es sich lohnt auf mich zu hören – denn sie bekommt was sie will und noch was extra….. hört sie nicht – wird sie sofort an der Leine herangezogen – und ihre Freiheit ist weg. – Jetzt gibt es Unterordnung und Beruhigung – Fuss, sitz, Platz, Steh…. und so weiter…. – durch die konsequente Anwendung dieser Regeln und Grenzen – hat Lili gelernt, das sie von mir echt viel haben kann wenn sie mir folgt – tut sie es nicht – ist mit mir nicht gut Kirschen essen und ich nehme ihr alle Rechte…. durch die Erfahrung die sie mit meiner Konsequenz gemacht hat – entscheidet sie sich freiwillig fürs folgen – wird dafür belohnt – und gleich wieder spielen geschickt – somit ist für Lili klar: FOLGEN LOHNT SICH….

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