Mi-Rudeltraining

…..heute ist ein kleines Rudel auf Achse – denn viele Hundekumpels sind auf Urlaub…. ich bin mit Guzo und Cora zu früh da, wir haben noch 30Min Zeit – schließen uns mit Helmut und seinem Rudel zusammen – den beiden Hunden taugt die Beute fürs arbeiten u. Lara findet auch mich und das Rudel immer interessanter und macht motiviert mit. – Gibt ja was abzustauben – für “will to please”. Nach der ersten Runde sind auch schon Rona und Kira da – sie werden “geliefert” und schon kanns losgehen. Heute gehen wir viele kleine Waldwegal die großteils im Schatten liegen.

Trifft sich gut heute  – verkürzt die Fahrt und ich kann mit den 4 Helden Trainieren und die Rudelregeln weiter festigen. Bei “nur” 4 gibts jede Menge Aufmerksamkeit – alle machen brav mit beim üben – und legen sich dann sogar freiwillig dazu und chillen. – Danke genug, der Kopf raucht……

Neben dem Training gibts natürlich auch Spaß und Schnüffeln und Hundezeitung lesen. Doch nicht nur die Hunde sind gut erzogen – auch ich bin es – ich schleppe ihr Wasser (heute 3L) und ihre Leckerlies und jedesmal wenn einer der vier Pause im Schatten machen will, geh ich drauf ein – gnotz mich hin und biete allen Wasser an. – Das fördert die Verbindung – und die Hunde lernen einmal mehr das es sich lohnt mir zu folgen – und mit mir zu “reden”….. –

Vor und nach der Tour können sich die Hunde im Tümpel abkühlen, sie sind dann zwar gatschig – aber viel zufriedener und gut gekühlt. – Ich sag ja, auch wir Menschen sind gut erzogen….. wir akzeptieren die “Gatschmonster” und laden sie in unsere Autos und chauffieren sie nach Hause 😉

Auch supa heute: als wir gemeinsam die erste Ziehwegrunde machten – haben wir Claudia wiedergetroffen – die involviert war mit dem Chaos von Arco und letzer Woche. – Es fand ein schönes Gespräch statt – ihre 4 Hunde – die sehr sanft und einzeln erzogen werden – und wir im kleinen Rudel auch mit 4 Hunden die im Rudel (so sanft wie möglich, so fest wie nötig) erzogen werden – alle verstehen und beschnüffeln sich – ich schmeisse eine Runde – und zeige das Grenzsetzen und beanspruchen (von meinem Rucksack, von der Beute) – das ich als Teamleiter (Rudelführer) mache – einfach mal bei “normal-vernünftigen” Hunden vor – denen das “will to please” nicht abtrainiert wurde – und alle 8 Hunde machen begeistert mit. – Die Energie von Claudia´s Rudel ist gut und harmonisch – und die Hundekumpels sind ja sowieso “Meister im miteinander und mit anderen Hunden” – das sind die wahren Hundeflüsterer. – Wir Menschen können nur von ihnen lernen – wie wahre Verbindung – und Verständigung funktioniert. Jeder gut sozialsierte Hund kann das – Hunde die zu wenig oder falsche Kontakte zu anderen Hunden hat – müssen erst wieder lernen – sich einzuschwingen und einzuordnen. – Da hilft ein Schubser, ein Knuffer oder eine Blockade im rechten Moment – und wirkt Wunder. – Selbstverständlich unterstütze ich die sozialen und erfahrenen Hunde auch beim Einordnen der Neulinge – setzt ein Althase eine Grenze – die der neue oder junge nicht akzeptiert – schreite ich sofort ein – und nehme ihn aus dem Rudel raus. – Sei höflich und Respektvoll – oder der Spaß ist vorbei. – So gibt es für die Hunde keinen Grund zu raufen oder garstig zu sein – denn sie lernen – gegenseitig ihre Grenzen zu akzeptieren – und natürlich auch die der Menschen. – Auch der Mensch lernt – den Hund zu lesen und ihm zu geben was er braucht – und ihn wie einen Hund – einen Freund auf vier Beinen – der einer anderen Art entstammt als der Mensch – statt ihn zu vermenschlichen. – Kein böses Wort – kein Schubs – schon gar nicht mit dem Fuss…. doch Hunde beim Grenzen setzen sind nicht so zimperlich – die haben auch einfach 4 Pfoten – statt 2 Beine und 2 Arme wie wir Menschen. – Und sie verstehen den Schubs mit der Ferse hinten seitlich – denn er holt sie geistig wieder zurück – wenn sie abdampfen – der Körper will natürlich folgen…. – bsp: der Hund sieht ein Reh – oder etwas wo er hinwill – und beginnt an der Leine zu zerren – ich ziehe sanft auf die Seite und schubse ihn gleichzeitig mit der Ferse seitlich hinten – er lässt von seiner Fixierung ab – schaut was da neben und hinter ihm passiert – hört dadurch auf an der Leine zu zerren – und ich kann sofort loben – den Moment Aufmerksamkeit den der Hund mir (nach dem Schubser) schenkt – feiere und lobe ich verbal und freue mich ehrlich darüber – das bekommt der Hund mit – und es taugt ihm natürlich – so einfach sind Menschen glücklich zu machen….. – nun hat er die Wahl – der freie Wille kommt ins Spiel – wende ich mich ab – und fixiere was in der Ferne – zappt es und knufft es (sanft und bestimmt) – schaue ich auf den Menschen – werde ich gelobt und bespasst und ab und zu gibts den Jackpot mit Leckerbeute. – Je konsequenter ich lobe und bestärke was ich will – desto motivierter macht der Hund mit – es gibt Dinge – die kann man ins leere laufen lassen – Hund testet was ich mache – wenn er nicht kommt wenn ich ihn rufe – oder folgt nicht gut dem Rudel – ich schreie CIAO – winke ihm und bespasse den Rest des Rudels. – Wir haben Gaude  – mach du was du willst….. schnell sind die “Tester” wieder da – und machen mit – o.k. – du meinst es ernst – und kannst mich anleiten – also folge ich dir. – Bleibe ich stehen – zögere, zaudere und rufe ihn öfter – lernt er nur: – die wartet eh – lass dir ruhig Zeit….   – durch klare Ansagen – und passende Belohnung – kann sehr viel (ein Großteil) über Spiel, Spaß und positive Bestärkung gelehrt werden…. – der kleine Teil – wo der Hund testet – und ich ihm Einhalt gebieten MUSS (pöbeln, lässtig sein bei anderen Hunden, Menschen anspringen oder bedrängen…..) – bin ich der Meinung – und gut damit gefahren – den Hunden Einhalt zu gebieten und auch mal klare Grenzen zu setzen. – Wenn nötig auch mit schubsen, knuffen und blockieren……

Ich würde allen raten – sich selbst eine Meinung zu bilden, dabei viel auf Bauchgefühl und Gespür zu achten – und die Hunde zu beobachten – wie sie sind – und mit dem Trainer interagieren – gefällt euch diese Verbindung – Trainiert dort mit euren Hunden – gefällt sie euch nicht (sie passt nicht zu euch und eurem Hund) – dann lasst es sein – und sucht euch einen Trainer wo ihr euch wohlfühlt. – Alle Hunde und alle Menschen sind einzigartig – und das ist auch gut so – (dadurch bekam Guzo – von Gutso seinen Namen) – den für jedes Hund-Mensch Team gibts den Trainer, der berührt, aufweckt und bewegt – und dabei genauso selbst dazulernt wie ihr – wieder mal: ” das ganze ist mehr als die summe der einzelnen teile ” – es entsteht ein Miteinander das sich richtig anfühlt… – das ist alles was zählt – man kann Stundenlang darüber nachdenken und spekulieren – wie ein Hund zu behandeln und zu erziehen ist – oder man kann´s aus dem Bauch raus einfach tun – und dabei alle Weisheit der Menschheit diesbezüglich miteinbeziehen – und sich rauspicken was für einen passt. – Learning by Doing – vor allem von den Hunden – ist das wesentliche – die Theorie und der logische Menschenverstand unterstützen doch das “Fühlbewusstsein” lenkt…..

Share