Mi-Rudeltraining

….heute beginnen wir gleich mit Unterordnung und ruhigem und entspanntem Verhalten…. gemütlich gehts gemeinsam die Wiese rauf und nur die braven und entspannten dürfen frei laufen….. Luke und Benjo rennen sich zwar miteinander gut aus – doch eben auch ohne Rücksicht auf Verluste alles nieder was im Weg ist…… heute sind jedoch ein paar sensibelchen dabei – ich will die Stimmung im Rudel entspannt und freundlich halten – und nehme Benjo mit Luke und Summer an die Leine. Das Rudel tollt, alle fühlen sich wohl – sind viel sanfter zueinander – und der junge “Rambock” kann zusehen und lernen – hat die Schleppleinenlänge zum mitmachen und die Hunde können selbst entscheiden ob sie mit ihm interagieren wollen oder nicht – statt sich von ihm sekieren zu lassen. – Mit Luke kann er sich messen, bei mir und Summer muß er sich benehmen und so beruhigt er sich und folgt brav. – Flugbeute gibts für die drei in ihrem Radius extra, das Wasser steht auch in Reichweite.

Nach der Rast – ab in den Wald – wir gehen wandern. – Zügig und weit – damit alle schön müde werden.

Emmi genießt ihre Freiheit und balgt mit Guzo rum. Auf Wiesen und Plätzen ist sie schon echt brav – kann sich beherschen und bleibt im Rudel und hat Spaß.

Im Wald mache ich es ihr leichter und spanne die Cora ein. Die kommt gut mit ihr klar und so können sie gemeinsam schnüffeln und marschieren.

Der Weg führt uns heute in den Steinbruch und dort machen wir Rast. Wasser, Flugbeute erschwert – in den Felsen, im Busch…. und Platz zum spielen und rasten. Auch Emmi darf frei mitmischen, an Rastplätzen wie diesen – hat sie schon verstanden das sie sich nur frei bewegen darf, wenn sie dableibt. – Es ist ja spannend die Flugbeute über Stock und Stein zu finden – also ist sie live dabei und voll brav. Cora kann rasten – Ball gibts keinen – heute soll´s ruhig zugehen.

Beim weitergehen laufen die beiden wieder verbunden. Bisher war es trocken – doch es beginnt zu tröpfeln – zuerst nur leicht – wir haben schon mehr als die Hälfte geschafft – also weitermarschieren – doch es regnet immer stärker.  In kürzerster Zeit sind wir alle durchnässt – so wie unter der Dusche. – Doch die Strecke ist schön und ich habe vor sie zu genießen. Natürlich gehen wir so schnell wir können – zügig wieder zurück.

Alle waschelnass haben wir die 2 Stunden Strecke in 1,45Min geschafft – die 15 Minuten haben wir im Regen eingespart 😉 Beim Heimfahren regnet es ordentlich und stark.

Zu Hause angekommen freut sich Steffi, der Regen hat aufgehört, die Sonne kommt durch – also ab in den Garten mit der Hundebande. Hier können sie in der Sonne trocknen und die frische Luft genießen. Es ist angenehm warm.

Zuerst mal miteinander abhängen und ankommen, dann gibts Futter. Jeder bekommt ein Schälchen – und beim Füttern im Rudel – kann man viel Harmonie ins Rudel bringen – oder auch viel falschmachen. – Ich kenne meine Pappenheimer und weiß was ich tue, die Hunde kennen sich auch schon – und alles klappt prima. Die schüchterne Wendy neben die ruhige und selbstbewusste Steffi. Im Kreis den Paco neben Steffi, Guzo an seiner Seite und Emmi ein kleines Stück entfernt von Guzo und noch mehr Abstand von Wendy dazwischen. So beginnen wir. Danach gibts für Luke und Summer die zugesehen haben – wie das bei uns im Rudel läuft und ja schon das Flugbeute-jagen kennen auch je eine Portion. – Klappt auch supa und alle fressen entspannt. Ein Hund frisst nur ruhig wenn er sich wohl und sicher fühlt. – Sonst verweigert er das Futter oder schlingt es runter.

Die 7 Hundekumpels bekommen es entspannt hin und lassen es sich schmecken. Ich steh als Schiedsrichter (oder Lehrer) dabei und überwache und erfreue mich am sichtbaren Erfolg des vielen Trainings das ich in die Hunde buttere…..

Nach dem essen ein bischen in der Sonne rasten. Die Wiese ist gut gegossen, einige verschüttete Wasserschüsseln gibts noch extra. – Doch wir sitzen an der Quelle und der Brunnen vor unserer Nase ist gut gefüllt.

Paco und Guzo zeigen was sie können und spielen voll herzig miteinander. Summer und Luke finden das echt interessant und würden gerne mitmischen – Luke zu grob und Summer unsicher – finde ich das supa – das sie jetzt nur zusehen können und so lernen wie´s läuft. Die schauen beide – übernehmen dann die spielerische Energie von lustigen Jungs die wissen wie man spielt – und probieren es auch miteinander – da gehts ruppig zu – die schleifen sich ab und messen sich. Mit viel Getöse, doch immer wieder der klaren Spielaufforderung: Hintern hoch – Vorderpfoten langstrecken – Kopf unten – so signalisieren sie sich – das es ein Spiel ist – beide sind unsicher – und somit lernen sie es gemeinsam. Sie schaffen es gute 10 Minuten – das ist viel wert und sehr lehrreich für beide – fördert das Sozialverhalten und stärkt das Selbstvertrauen. – Dann überdrehen sie so schnell – das ich es erst merke – als sie schon krach – und Zickenkrieg machen – ich schieß dazwischen – mit meinem typischen GENUG – sehr bestimmt – Luke will nicht raufen – akzeptiert es sofort hört auf und legt sich hin. Summer ist in Rage und will weitermachen also nehme ich sie am Genick und drehe sie im Judogriff mit konzentrierter mentaler Energie – ruhig und bestimmt: RAUFEN IST NICHT O.K. – sie kommt zu sich – sieht mich an und sofort ändere ich das “bedrängen” – mit Körpersprache und Ausstrahlung – in ein entspanntes neben ihr stehen und tief durchatmen um mich zu mittigen. – Das ist ihre Belohnung fürs aufhören – ruhige Energie. – Statt mich aufzuregen – bleibe ich bestimmt – und sie kann auch wieder zu sich selbst finden. – Ich denke – bei ihr ist das ein angelerntes Muster – weil sie in jungen Jahren nicht ausreichend soziale Kontakte mit Artgenossen hatte. Luke ist ihr zu verrückt – doch im Moment der einzige der mit ihr spielen will. – Also muß sie lernen Grenzen zu setzen und zu akzeptieren. – Genau wie Luke. Schnell kehrt wieder Ruhe ein und beide legen sich zu mir. – War ja nicht so gemeint….. gleich wird wieder gemeinsam agiert – sie hören was und riechen was – und stehen im Einklang am Zaun und schauen und schnüffeln.

Nach dem Rüffen von der Summer ist Luke ganz lieb – und immer noch verspielt – und Guzo und Emmi sind motiviert. Jetzt balgen die 3 echt herzig – und Luke weiß das er größer und schwerer ist – und geht echt sanft mit seinen beiden kleinen Terrier-Mix Kumpels um. Ich lobe und freue mich – denn genau das will ich – freundliches Balgen, ein schönes miteinander – einfach Spaß haben mit Respekt voreinander. Paco ist voll lustig, er will mitmischen. – Darf er auch – doch jedesmal wenn er den Luke besteigen will – beuge ich mich über ihn und blicke ihn scharf an – Paco ist sensibel und reagiert darauf und lässt von ihm ab und probiert was anderes. – 3 mal will er´s wissen, dann hat er es akzeptiert. – Herrlich – diese sanfte und sensible Kommunikation mit einem Hund – nachdem jetzt Benjo Jüngling Rüppel mich fordert – Sensibel? – kenn ich nicht…..

Summer hat erstmals genug vom spielen und sieht wieder zu. Emmi ist froh und zufrieden und genießt die Freiheit – die sie sich mit den Trainingsschritten verdient hat. – Sie zeigt Respekt und hält meine Regeln ein (in dem Fall – auf der Wiese bleiben) – und dafür belohne und bestärke ich sie: mit Freiheit. – Sie sieht genau, das Luke und Summer noch nicht so gut traininert sind und folgen – und das die weniger Freiheiten haben als sie selbst. – Genauso sieht sie wie Wendy, Guzo, Steffi, Paco – sehr viel Freiheit genießen – weil sie mir alle brav folgen.

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