Fr-Tour 2

…..nun sind wir am oberen Teil der Strecke angekommen, latschen promt mal in die falsche Richtung – bemerken es aber – -müssen nur ein Stück zurück und wieder auf Kurs geht die Runde weiter….

Janosch will  nicht “nur” Hundespielen und sekiert mich – ich gebe ihm gleich eine Aufgabe – nimm den Luke mit. – Cora hat auf der Wiese schon ihre Dienste geleistet – wie sie lästig war und auch Benjo hat es schon versucht. Luke ist jedoch so irre, das er alle rumzerren und in den Wald zerren will und die Hunde streiken und grantig werden – kann ich gut verstehen – auch Janosch ist nicht glücklich mit ihm und ich erlöse ihn gleich wieder. – Die Lektion (keine 5 Min) hat ihm gereicht, er hört auf mich zu sekieren und geht mit seinen Kumpels vorraus und schnüffeln. – Supa brav in der Nähe. – Also bleibt der “Jagdfreak” an mir hängen und ich erziehe ihn gleich zum ordentlichen Leinengehen. Das ist echt anstrengend und aufreibend – auch ich brauche nach der Tour Pause – vor allem von ihm…. – das nächste mal gehts mit ihm wieder ab auf die Hochram – beim Teich und auf den Wiesen dort gehts schon ganz gut mit ihm.

Doch die heutige Tour ist wichtig und supa – Guzo, Edgar, Benjo – die Jünglinge lernen Neuland kennen und sind dann gleich viel mehr platt ob der vielen neuen Eindrücke und Gerüche.

Wir gehen den langen Weg, in der Kurve zeigt Guzo an – das da andere Hunde sind – und denen kommen wir gerade recht. – Die zwei “Mädels” (schon erwachsen) sind unsicher und die Hunde stänkern deshalb. – Also das Rudel auf die Seite rufen und belohnen. Guzo folgt nicht und geht hin – was in dem Fall gut für die Hunde ist (für mich nicht so – also hole ich ihn ab) – denn er unterwirft sich gleich und gibt ihnen Sicherheit – weil er ja im Rudel aufwächst. – Er ist eine Mischung aus Lausebengel und Charmeur.

Wir plaudern und ich erzähle den Menschen gleich, wie wichtig es ist – das sie selbst entspannt und ruhig sind – und klare Signale geben. – Die Teamleitung übernehmen, damit sich die Hunde sicher fühlen kann. – Ich zeige ihnen gleich wie´s geht, dabei übt auch Tony mit dem Rudel – auf der Seite bleiben – und alle enspannen sich.

Ich stehe in der Mitte, fordere von allen gutes Benehmen und schaffe damit Harmonie – und wir Menschen übernehmen gemeinsam die Kontrolle – die Teamleitung – wir leiten an – in der Situation schön zu sehen – wie sich alles entspannt…. wer zu frech ist, bekommt einen Rüffel, wer´s richtig macht und ruhig und freundlich ist – verdient sich Freiheit, Aufmerksamkeit, Lob, Leckerlies, Spiel und Streicheleinheiten – was eben gerade passt.

Echt schön zu beobachten – Edgar und Benjo wollen auch hin – sind viel zu stürmisch und unsensibel – und werden gleich ordentlich verknurrt. – Bevor sie auch noch geschlagen werden, scheuche ich sie weg – rüber zu Tony, die belohnt das brave Rudel – fürs entspannte auf der Seite stehen. Guzo hingegen, bekommt den unsicheren und daher wichtigmachenden Rüden sogar dazu – mit ihm zu spielen – echt schön anzuschauen. – Dann wieder ist er nachdem er die große Hündin begrüsst und für o.k. befunden hat – wieder ganz der kleine, freche einjährige Rüde und will sie besteigen. – Ich bin gut damit beschäftigt ihn weguzscheuchen. – Weil ich die beiden anderen Hunde schon fürs mitmachen belohnt und gefüttert habe – vertrauen sie mir schon und halten still – so kann ich meinen kleinen Racker zwischen ihnen rauspflücken. – Alles spielt sich verrückt und lustig – jedoch absolut friedlich ab. – Die befreite Hündin wird neugierig und zerrt ihren Menschen Richtung Rudel und Rucksäcke – ich sehe schon – das es so – keine gute Idee ist – der Hund hat die  Kontrolle und beginnt auch schon die Rucksäcke mit der Beute für sich zu vereinnahmen – so entsteht Krach und Reibung – ich schreite sofort ein – und beanspruche die Rucksäcke wieder für mich – für uns – und zeigen dem Menschen – wie man den Hund ins Rudel führt – statt sich von ihm reinzerren zu lassen. Die Hundekumpels sind supa zum üben – sie sind souverän und selbstbewusst und zeigen wie´s richtig geht.  Tony kann das Rudel hier schon gut lenken – und bringt die Hunde auf die Seite. Ich rüffle den fremden Hund, fordere den Menschen auf anzuleiten und schon kehrt wieder Ruhe ein. Noch ein paar Infos über den rechten Moment und die rechte Intensität beim Grenzensetzen – so sanft wie möglich – jedoch immer der Intensität des Hundes entsprechend. – Ihn einfach wieder zurückholen – wenn er randalieren oder die Kontrolle übernehmen will. Die zwei Menschen lernen schnell und schon sitzen und chillen beide Hunde entspannt an ihrer Seite. Das Rudel gegenüber ist schon auf Aufbruch eingestellt, die ersten beginnen zu fiepsen. – Ich will die Ruhe des anderen Rudels würdigen und bewahren – und wir schnappen die Meute und es geht weiter.

Erst mal abkühlen im Bach und dann die schöne Panoramastrecke entlang. Der Weg ist eng, alle benehmen sich rücksichtsvoll – kein geschubse und geremple – da sieht man, das auch Benjo schon große Fortschritte im Sozialverhalten (der rücksichtsvolle Umgang mit anderen) gemacht hat. Auch Edgar ist gut ausgelastet und trottet brav mit. Guzo nach wie vor Wirbelwind ist zum vorbeisausen gebaut – durch seine einfühlsame Art und Körpergröße wirkt es jedoch eher als ob er vorbeifliegen würden – geschubst wird da nicht – man spürt einen Windhauch und schon ist er weiter….

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