Fr-Aprilwetter

….das Wetter heute spielt verrückt und ändert sich ständig…. wir wollen uns mit Tony u. Sheila und den Kids auf der Hochram treffen – die sind zu Fuss rauf unterwegs – wir fahren mit dem Auto…. oben angekommen beginnt es heftig zu regnen und wir hören es donnern…. schnell Tony anrufen – die haben´s eh schon mitbekommen und umgedreht….. ich schnappe die Hundekumpels+Haushund Cory (der Montags-Hundekumpel) und gehe mit ihnen die Wiesenrunde – tobt euch aus und lasst die Sau raus – wer weiß wie lange wir heute dazu Zeit haben….

Cora ist bei Gewitter unsicher, doch im Rudel bleibt sie cool und hat ihre Gaude. Auch dem Rest der Bande macht das Donnern (ist noch entfernt) nix aus – das Spielen und Rennen miteinander – und die Freude am Beginn der Tour – überwiegen……

Es regnet immer stärker – also ziehen wir nach dem ersten Rennen – die Runde war zügig – in den Gastgarten zurück – Edgar hat sehr viel “will to please” – da will ich – das er mehr mit den Hunden macht – Luke hat (draussen) sehr wenig davon  – auch da will ich das er mehr mit den Hunden macht – und heute verbinde ich mal Edgar und Luke miteinander – hier ist nicht so viel Platz – Luke kann also nicht angasen wie auf der Wiese – und somit kommt Edgar mit ihm klar. – Wir üben und spielen auf kleinem Raum, wir sind die einzigen Gäste – und der Gastgarten ist was besonderes für die Hundebande – weil sie hier sonst nicht frei rumlaufen dürfen. Es donnert und blitzt jetzt recht nahe – doch alle bleiben cool – Cora (die sonst Angst hat) ist so im Ballspiel vertieft – das sie es einfach ignoriert – den Lärm und das Wetter. Heute gehts nicht um Geschwindigkeit – sondern Aufmerksamkeit und Schlauheit – der Ball flippert herum – und will gejagd werden. Alle passen sich an und findens lustig.

Dann gibts Flugbeute – auch die verteilt und versteckt sich und will gefunden werden. Nach der Spieltrainingspause – hat sich das donnern wieder ein Stück entfernt – kein Blitzen mehr in der Umgebung – also gehts für Amy und Steffi ab ins Auto – und für die anderen gibts noch eine Powerrunde – Wiese, Teich und rundherum und hin und her – das aktive und schnelle Aufmerksamkeitstraining mit Auslauf und Gaude.

Luke bleibt bei mir an der Leine dabei – ich geh eh zügig – denn Benjo und Edgar reiben und messen sich aneinander – spielen beide friedlich mit Guzo und im Dreierpack können sie sich unter meiner Anleitung (alle bleiben friedlich, jeder wird geschützt und muß Grenzen der anderen respektieren) aneinander reiben, miteinander matchen und das “wilde Jungs” Spiel besser in den Griff bekommen. – Sie brauchen das um sich zu finden – wie jeder Jugendliche – nur eben auf Hundeart – also “ruppiger”….. klappt supa – einmal wirds laut – ich werde lauter – sofort kehrt wieder Harmonie ein – und es wird weitergetobt…….

Plötzlich schießen Guzo, Edgar und Benjo die Wiese rauf – echt schnell  – und genau da, wo der Luke letzen Freitag abgedampft ist – und auf mein: da gehts lang – reagiert nur der Edgar und kommt brav angerannt – ich lobe ihn und den Rest der Meute – schaue Luke an und sage: SO NICHT – dann pfeiffe ich echt laut und wir gehen zügig die Wiese runter. – Benjo und Guzo sind beide im Wald verschwunden. Keine Minute dauert es – kommen die beiden angeschottert – wir waren auch fleissig – und haben schon ein gutes Stück zurückgelegt – damit die Frechdachse was zum tun haben – wenn sie wieder zum Rudel rennen – Guzo kennt mich und ist gut traininert – Benjo geht gleich in die Knie – Symbolisch gesehen – er lässt sich in die Wiese fallen und chillt mal ein paar Minuten. Er ist schon viel schneller und ausdauernder geworden – doch ich kann ihn immer noch leicht fordern – wenn er Dummheiten macht – Guzo trägt ja nur 12kg und ist viel weniger gewachsen als Benjo – der jetzt schon fast 40kg schleppt. – Die wollen mal traininert werden – wir sorgen dafür – und erziehen ihn dabei gleich…..

Es regnet uns an – das Gewitter ist ein Stück weg – und wir geben Gas und haben Spaß – noch auf die Wiese bei den Hühnern vorbei um den Teich und rundherum – wieder zum Waldufer – und (fast) alle hüpfen motiviert ins Wasser – so rein nach dem Motto: Nass sind wir ja schon – jetzt lohnt es sich wenigstens….. sie genießen die Bauchkühlung, spielen und haben Spaß – Luke an meiner Seite an der Leine – ist ganz kleinlaut – und schaut mich bittend an: bitte nicht ins Wasser – na klar Kumpel, wir bleiben da oben – fühl dich wohl an meiner Seite – und “rede” mit mir – und höre mir zu – dann ist es für uns beide angenehmer und schöner.

Nach einer Stunde Action kommt das donnern wieder näher – also muß das mal reichen – ab nach Hause. Da Konrad heute bei uns Gärtnern will – kommt Benjo mit zu uns und auch Edgar  und Luke sind noch da. Ich nutze das gleich – um Guzo und den anderen Jungs – benimm und teilen zu lernen und das zu üben. Steffi und Amy helfen mir dabei.

Dann gehts für die aktiven Outdoorhunde ab in den Garten – es wurde viel Zeitung zerfetzt – Leckerlies auspacken eben – und es ist Zeit “klar Schiff” zu machen. Nur Amy hat genug und keine Lust auf Garten. Also tront die kleine in einem Körbchen, das ich eben nachträglich ausschüttle und wasche – wenn das erste schon wieder frisch bezogen bereitsteht. – Sie soll ihre Ruhe und ihr Gefühl von Heimat haben. Die anderen sind motiviert und chillen und spielen im Garten. Luke hat 10 Meter Schleppleine angehängt – die Freiheit im Rudel im Garten mitzumischen – und zu lernen. – Er sieht wie die anderen es halten – und das sie dableiben. Benjo macht sich wichtig, will raufen und dominieren (nicht garstig und verletzend – nur frech und aufmümpfig und unterdrückend) weil sein Mensch – der Konrad ja jetzt da ist. – Er fühlt sich nun wichtig – und ist viel zu grob und heftig. – Er kommt auch an eine Schleppleine – kürzer als die von Luke – und muß vor den anderen alleine in den Garten und dort alleine abhängen – während sein Herrli – oben am Hang arbeitet – echt langweilig – er liebt sein Rudel – und schnell wird ihm klar – das es mit Kumpels doch viel lustiger ist – und er lernt sich zu benehmen. – Sobald ich sehe, das er runterkommt und sich entspannt – schicke ich ihm die Hunde raus – und er hat Gesellschaft – plötzlich ist er ganz brav und lieb – und spielt begeistert mit seinen Freunden. Dann üben wir gemeinsam essen und teilen – jeder darf Frischkost snacken – und die erfahrenen Teiler – lehren die anderen wie das gemeinsame entspannte Fressen funktioniert.

Während dessen schmeisse ich alle Betten raus, lege sie zum Lüften aus und schüttle die Überzüge vorm Waschen kräftig aus. Edgar hat schon gelernt mir Raum zu geben und Luke und Benjo sind mit Leine beschränkt. Guzo und Steffi sind ja meine – und sehr Alltagstauglich im Umgang mit mir und unserem Leben.

Zwischendurch balgen Guzo und ich auf der weichen Decke von Tony – die Steffi so mag. – Wir passen vom Wesen prima zusammen – wild und verrückt und trotzdem sanft. – Genauso spielen wir auch miteinander. Drehen und Fressen und balgen – er wird wieder zum Welpen und ich zum Kind und wir haben Gaude dabei. Edgar ist auch schon erfahren im Umgang mit mir – er weiß: das ist der Moment, den ich mit meinem Hund verbringen möchte – und gibt uns Raum. Benjo bellt wie blöd – doch er kann sich nicht einmischen – er soll zusehen und lernen – mit ihm würde ich nie so eng und wild balgen – denn dazu gehört sehr viel Vertrauen und eine tiefe Verbindung. Mit ihm spiele ich mit mehr Abstand und klaren Ansagen – wir sind uns “nah” und doch “suspekt”. – Je besser ein Hund folgt und je mehr “will to please” er zeigt – desto näher kann ich ihn an mich ranlassen. – Mit Benjo – ist das mehr so eine “Lehrer-Schüler” Beziehung. – Man kennt sich und vertraut sich, steht sich aber nicht so nahe – wie der eigenen Familie.

Luke ist “Indoor” echt ein supa Hund. – Er folgt drinnen und an der Leine supa – und ist echt schlau. – Bei ihm ist das Thema echt nur das: CIAO – ich geh dann mal jagen…. sonst ist er wirklich cool und kommt auch im Rudel mit allen Hunden klar. – Seine Lektion in punkto Respekt und Sozialverhalten unter Hunden – hat er im Rudel gelernt und jetzt mögen und aktzeptieren ihn alle.

Die drei Jungs sollen in der kurzen “drinnen Zeit” – zu dritt ein großes Lager teilen – und das klappt echt gut. Wenn Benjo und Edgar unsicher sind, legt Edgar sich hinter Luke, der kommt mit Benjo gut klar – und kann Grenzen setzen – und mag auch den Edgar und der fühlt sich bei ihm sicher. – Das letzte mal hat er sich an Cora angelehnt – die wurde viel braver und machte die “große Schwester” – doch diesmal ist sie nicht da – also muß der Luke als “großer Bruder” herhalten – denn Benjo ist dem Edgar noch nicht soooo ganz geheuer. – Er reagiert total schnell “angschnöselt” und fühlt sich angegriffen – während für Benjo “alles lustig und nur ein Spiel” ist… Luke, das Rudel und ich übersetzen und sorgen für Harmonie. – Alle wachsen daran und lernen davon.

Steffi liegt chillig daneben und weiß – das auch ihre Zeit – des Streichelns und der Aufmerksamkeit kommt — und das Guzo schon gelernt hat – uns dabei Raum zu geben. – Nun werden die braven Gäste belohnt – auch Benjo hat sich beruhig und darf wieder frei sein – und wir 2 Menschen nehmen uns kurz Zeit (ich muß Putzen, Konrad muß Gärtnern) um die Hundekumpels – für gemeinsames gutes Benehmen zu belohnen – und bestärken das mit Spiel und Aufmerksamkeit. Den Hunden taugts – genau das, was sie jetzt wollen…. also lohnt es sich für sie (jeden einzelnen Hund) auf uns Menschen zu hören und uns zu folgen….. denn die Belohnung – die Bestärkung STIMMT. Das richtige im rechten Moment eben…..

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