Do-Gaude u. Training

….zuerst wieder brav teilen und schlichten (Janosch schaut mir über die Schulter ob ich das eh gescheid mache;-) und dann Gaude und Training auf der Wiese…. mit dem Wetter haben wir Glück, manchmal nieselt es leicht – wir erwischen ein Regenloch…..

Die erste Stunde drehen wir eine gemütliche Runde mit viel Üben – ich verstecke mich – ich schmücke Bäume und Baumstämme – alles ohne einen Laut dabei zu machen – heißt : wer mich gut beobachtet (also die Verbindung hält ohne dabei zu kleben) hat das meiste davon und bekommt mehr ab als die Vorläufer – die müssen ja mal zurückgasen wenn sie es schnallen – und bis dahin snacken die Besserschauer schon mal lustig drauf los.

Sonst eben viel zum spielen motivieren – und alle Ansätze des Miteinander sofort lautstark loben und mich darüber freuen – das Verhalten fördern das wir möchten…. – freundliches Spielen und Rumtollen und dabei mich (die Menschen) im Auge behalten. Immer wieder mal alle herrufen und belohnen und heute trainieren wir auch wieder mal das einzeln herrufen – ich such mir einen aus – Sage seinen Namen und ein “Komm” dahinter – der erwählte Hund kommt angelaufen und holt sich seine Belohnung ab – Lob und Guzi (gute Leckerlies) – alle anderen die zu mir kommen – werden auch gelobt (herkommen ist ja cool) bekommen aber kein Leckerlie, denn das ist der Jackpot für den gerufenen Hund. – Alle kommen mal dran – ich dehne die Zeiten dazwischen aus – und jeder freut sich wenn er an der Reihe ist und kommt motiviert angeschossen um sich stolz loben zu lassen (schau wie cool ich bin) und das Guzi zu genießen. (ich bin gerade der “auserwählte” Held) – das taugt den Hunden und so wird das “komm” signal sicherer und besser ausgeführt und bekommt sehr positive Verbindung durch die richtige Bestärkung.

Heute dürfen und sollen die Hundekumpels wild und wucki sein und sich so richtig austoben. Es ist nix los – und wenn wir wem begegnen – ist das eine supa Übung die “verrückte spielende” Bande zu mir zu rufen. – Also Sei ruhig wild und frei und hab deine Gaude – folge dabei trotzdem meinen Signalen.. – Ich gebe wenige Signale und lasse die Hundebande viel toben – so fällt es ihnen leichter mir zu folgen (also nicht ständig mit Kommandos zuballern) da ich mit Körpersprache und Energie (aufmerksames sein im Moment und auf die Hunde konzentriert, dabei entspannt und fröhlich – so ist es ideal) wie ein Hund, der Leitwolf mit ihnen “rede” und die menschlichen Signale sinnvoll dazu nutze. Durch das lustige und verspielte miteinander – kann ich die Bande beim spielen lenken – und das wilde und gleichzeitig sanfte Miteinander fördern – klingt schräg – heißt aber einfach – alle lassen die Sau raus – gehen dabei sanft mit ihren Zähnen um und sind gut aufeinander eingeschwungen und lassen sich supa lenken. – Denen taugt das ja auch – jeder kann sich ausprobieren – sie spielen Kampf und Jagd und sicher noch viel mehr (bin ja auch nur ein Mensch und spreche nur begrenzt hündisch) und alle fühlen sich sicher weil es klare Regeln und Grenzen gibt. 

Es gibt verschiedene Jagdspiele bei den Kumpels – ein Hase läuft und alle jagen ihn – ist er gestellt, beginnt es von vorne (manchmal wechselt der Hase, manchmal wird eine neue Runde gestartet) hat der Hase (ein mutiger Hundekumpel) genug – und die Meute hibbelt noch – schnappt er in die Luft oder knurrt oder setzt sich hin und rührt sich nicht – alles klare Kommunikationsmöglichkeiten die alle Hundekumpels verstehen. Auch sehr beliebt das “Büffeljagdspiel” – ein großer wie Taran oder Cory – macht das Großwild und das Rudel (Guzo,Emmi,Sheila,Edgar….) versucht ihn zu Fall zu bringen. Taran ist voll supa mit den kleinen – er rempelt sie mit Hintern oder Schulter oder legt sie mit der Pfote um – stellt er sich quer – und verteilt einen Hinternschubser – segeln schon mal zwei kleine – echt herrlich anzusehen – voll wild – und alle haben Spaß daran und können einfach Hund sein – und ihre tierischen Instinkte ausleben…. auch ganz lustig: ein Battle – einer gegen einen oder zwei gegen zwei – Zuerst spielen Sheila und Janosch und gleichzeitig Emmi und Guzo – und plötzlich mischen sie sich – und Sheila und Guzo bilden ein Team gegen Emmi und Janosch. – Echt lustig anzusehen – doch plötzlich wechselt die Emmi die Seiten und beginnt auch dem Janosch spielerisch einzuschenken – Janosch ist echt ein cooler und souveräner, sehr sozialer Hundekumpel – doch er ist kein Taran – drei Spielkampfkumpels überfordern ihn – er setzt sich hin und schnappt sanft in die Luft – er sagt genug – ich starte auf Emmi los – mache dabei mehr Lärm als sie (sie kläfft) ich johle und hüpfe in die Luft – ich nähere mich also schnell – laut – und hüpfend – das schlägt sogar die freche Emmi in die Flucht und der Janosch kriegt ein Lob und ein “ATTAKKKKKKEEEE” – die Spielaufforderung – schnapp dir den Kumpel – dabei zeige ich auf Guzo und Sheila – er wählt den Guzo und stürzt sich auf ihn – Guzo findets supa – hüpft hoch – und beide prallen spielerisch aufeinander, den Guzo hauts weg – Janosch hat gewonnen und ist nun wieder selbstbewusster – jetzt ist die Sheila dran – auch die bekommt eine Spielattake ab – Emmi hat jetzt wieder den Guzo in der Mangel – der sich bei so viel Mädelspower kaum erwehren kann und alle Pfoten voll zu tun hat. – Zwischendurch Rona und Steffi loben (sind brav in der Nähe und forschen) und Bonni motivieren – trau dich… sie schaut schon und hüpft schon mit – doch diese Art von Spiel ist wild und heftig und erfordert viel Vertrauen (unter den Kumpels) und klares lesen von hündischen Signalen. Darin wird Bonni immer besser und je mehr sie die Hunde versteht – desto mehr traut sie sich mitmischen. – Einzeln spielt sie schon mit vielen (Guzo,Emmi,Betti,Edgar,Janosch…..) die Laufspiele spielt sie auch schon mit und die Taran Büffeljagd macht sie mit – wenn nur Emmi und Guzo mit ihm spielen – also weniger Action um ihn…..

Die Tour gehen wir sehr gemütlich damit Steffi Zeit zum Forschen hat. Ab und zu eine kurze Wasserpause und kurz Rasten (durch den Regenmantel kann sie sich auch hinlegen) und schon gehts weiter. Wieder zurück zur Wiese – alle können toben – Steffi wird ins Auto begleitet und eine Überraschung erwartet uns  – Gabi konnte sich freischaufeln und ist mit Edgar gekommen – perfektes Timing – Bonni freut sich riesig und auch Edgar ist gleich live dabei. Kurz überdreht bekommt er einen Dämpfer vom Guzo (der kann seine Kumpels sehr gut lesen) den er sofort akzeptiert. Er hält still und schaut mich an – ich lobe ihn dafür und sage “lieb sein” – denn er war zu forsch im Auftreten – das versteht er – und schmeisst sich ins Getümmel. Mit Bonni ein lustiges Laufspiel starten und sich dafür loben lassen und dabei die volle Hetz haben – das ist genau nach seinem Geschmack.

Wer mag darf bei Gabi auf der Wiese warten, wer nicht mag – folgt mir und begleitet mich (Fuss und bei mir) beim Steffi versorgen.

Danach gibts noch eine spontane Actiontour – sehr lustig und lehrreich – Gabi und Edgar machen gute Fortschritte – ich nutze den Moment und binde sie ein und zeige ihr mehr vom Hunderudel – das reden und tun und kommunizieren miteinander – von dem ich mir so viel abschaue. Die hohe Kunst des Hundetrainings also – nicht nur fordern (Signale und Gehorsam) sondern auch geben was der Hund wirklich will und braucht (ihn lesen und verstehen lernen)

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