Di-Rudelwandern

….weils heute ziemlich warm ist, gehen wir gleich den Ziehweg zur Quelle, pausieren in Schatten, warten zusammen und machen dann eine Runde um die Wiese…. Steffi ist heute motiviert und live dabei…. Emmi der blödel schafft es dabei, das Rudel zu verlieren, ich pfeife laut – sie kommt nicht. – Ich gehe jetzt nicht in die Sonne und sie suchen – sondern führe das Rudel im Schatten weiter. – Ich denke das sie auf der Wiese rumstromert und uns früher oder später findet oder einen Nachkommer trifft….. und hoffe, das sie die Erfahrung macht, das es keine gute Idee ist, ihr Rudel aus den Augen zu verlieren…. das Gebiet hier ist dazu gut geeignet, es ist ziemlich sicher…. und viele kennen sie als Hundekumpel….einigen davon haben wir (das Rudel und ich) auch schon geholfen und so lasse ich den Dingen ihren Lauf….

Alle anderen sind brav in der Nähe, bekommen dafür Aufmerksamkeit und Unterhaltung. Es gibt Wasser und Flugbeute, wir treffen 2 Leute mit Hunden und lassen es uns gut gehen. Schon kommt Gaby nach und sie hat nicht nur den Edgar dabei – sondern auch die Emmi. – Die saß ganz verzweifelt neben meinem Auto (das immer am Parkplatzrand parkt) – ich staune – ich hätte eher geschätzt das sie rummrennt und gas gibt und uns dann aktiv sucht und auch findet – wir sind ja in der Nähe. – Doch statt dessen findet sie uns nicht – und geht dorthin – wo sie weiß das wir sicher wieder hinkommen. – Zum Auto. – Somit liegt ihr schon was am zusammensein mit mir und dem Rudel und es ist ihr sogar wichtiger als jagen. – Interessante Erfahrung. – Supa gelaufen. Mit Edgar kommt Gaby immer besser klar, er lernt durchs Rudel und unser Training, und mit je mehr verschiedenen Hunden sie arbeitet – desto mehr Sicherheit und Erfahrung kann sie sammeln, was wieder dem Umgang mit Edgar verbessert. Edgar hat auch gleich Gaude dabei, spielt frei im Rudel und lernt, das es sich lohnt brav zu sein – auf den Menschen – aufs Frauli zu hören und zu folgen.

Pause im Schatten bei der Bank. Dabei wird schon rumgebalgt. Emmi darf an der Leine mitmachen, wenn sich die Action neben ihr abspielt. Beim tollen am Waldweg muß sie zusehen – wer es nicht schafft (schon traininert-ich habe es oft mit ihr geübt) vom Parkplatzrand auf Signal zur Wiese zu laufen und dabei sein Rudel im Auge zu behalten – hat den Freilauf nicht verdient. Diese Konsequenz muß sein, vor allem weil sie bei mir im Rudel echt brav war – ja o.k. ist mein, Job, ich habe die Zeit und das Wissen und übe ständig mit den Gästen wenn sie bei mir sind – deshalb folgen sie auch – 3 Tage zu Hause – und die spielt irre, kommt abhanden und hat kurz mal alles vergessen was ich an Training in sie reingebuttert habe (recht viel) – daher ist meine Geduld am Ende und ich antworte mit klarer Konsequenz: LEINE kurz, Spaß vorbei…. bisher hat sie sich das immer gut gemerkt…..

Steffi hat genug, wir schlendern den Ziehweg gemütlich zum Parkplatz, sie darf mit Markus im Schatten arbeiten und ich übernehme Rona. Auch Daniela und Momo trudeln ein und jetzt gehts ab. Wir gehen wandern. – Schön kühl und schattig hier im Wald. Die Strecke haben wir spontan gut gewählt. Über kleine Waldwegal gehts rauf zum Husarentempel. Zuerst sind die Mädels noch leicht geschockt über die steile Bergstrecke, doch wir gehen sehr langsam und gemütlich und üben Trittsicherheit – und es ist echt schön da. Der Ausblick wird immer besser, die Luft immer angenehmer und die Strecke voll lässig. Schnell kommen alle auf den Geschmack und der Schmäh rennt…..

Die Hunde laufen alle total brav mit, doch dann beginnt Ebbie ihre typische Futterschnüffelsuche und wandert zuerst geistig vom Rudel ab – sie wird ganz “gschaftig”. – Ich seh´s – rufe sie zu mir und belohne sie fürs kommen mit einem Stück Futter. Dann darf sie die Emmi übernehmen, trifft sich gut – so werden beide gleichzeitig erzogen – und müssen sich miteinander arrangieren… so verbessert sich ihr Sozialverhalten und ihre Aufmerksamkeit aufeinander – aufs Rudel.

Manche Passagen sind echt steil, da schalten auch wir Menschen auf Allrad um. Die Hunde kommen alle locker rauf, sind richtig Geländegängig….

Gelegentlich kurze Wasserpausen im Schatten und schon gehts weiter. – Gutes Aufmerksamkeitstraining für das miteinander – viele Wegal zweigen ab, der Bergweg teilt sich – so bleiben wir ständig in Kontakt. Ab und zu rufe ich sie auch her und wir belohnen die Bande fürs brave kommen. – Gleich wieder losschicken – das ist eine sehr wichtige Übung für den Hund. – Ein Hund der verlässlich abrufbar ist – kann viele Freiheiten genießen…..

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