Di-Rudeltraining

Hallo Allerseits,

auch heute trainiert wieder ein Hund im Rudel. Honey kommt mit beiden Menschen. Das finde ich klasse – so ist es viel leichter für den Hund.

Leider wird er zuerst zu früh ausgelassen – die Hündin ist noch total unsicher und läuft auch gleich wieder zurück und weg und ist im Vermeidungsmodus.

Gleichzeitig kommt die Chester Familie – und die hat Taran´s Halsband gefunden. Auch Chester trainiert regelmäßig im Rudel und macht sich. Jetzt liegt es an seinem Frauli ihn zu bändigen – ich kann sie nicht abholen – das Rudel würde mir folgen – und Honey würde noch mehr vermeiden – wenn was auf sie zukommt – also lade ich alle ein mir zu folgen – und gehe weiter – die Wiese rauf – weg vom Parkplatz. Das Rudel folgt mir, Chester Familie auch und Honey´s Leute bitte ich sie wieder einzufangen und ganz ruhig anzuleinen. Das klappt supa – Taran bekommt sein Halsband wieder – Chester soll sitzen – macht er sofort – und darf mit dem Rudel gasen. Er begleitet uns ein Stück – um uns beim Training zu unterstützen. – So ein stürmischer Jüngling ist supa zur Desesibilisierung.

Honey geht jetzt an der Leine mit, immer an der Seite eines Menschen – der sie ruhig und bestimmt anleitet. – So nehmen wir ihr die Angst. Das Rudel hilft mit – alle sind sehr sozial und umgänglich und dabei auch sehr selbstbewusst.

Zuerst probiert Honey Richtung Chester zu schnappen und er probiert sie zu sekieren. Beide bekommen ihre Grenze gesetzt und beschnüffeln sich mal vorsichtig. Auch bei Steffi (die sie schon kennt) schnappt Honey hin – dafür schubse ich sie in die Seite und dämpfe sie mit fester Stimme. – So nicht – ich zeige meinen Unmut. Sie kapiert und akzeptiert und fühlt sich gleich wohler – wenn sie niemanden dögeln darf – ist auch sie sicher – so nimmt Hund die Welt eben wahr. – Führe mich oder ich muß dich führen und bin in der Menschenwelt überfordert und mache nur Blödsinn.

Also leiten wir sie an, lassen sie Fuss gehen und sie entspannt sich. Beim Teich darf sie dann mit den anderen Kontakt aufnehmen und jetzt ist sie freundlich. Sie will sogar mit Chester spielen und wir lassen sie. Klappt zuerst supa. Sie kommt brav von selbst zum Frauli – gleich loben – Herrli ruft sie, da kommt sie auch sofort – Leckerlie und loben – immer freuen übers Teamwork – das spürt der Hund…

Ich setze Honey viele Grenzen, schubse sie an wenn sie Menschen oder Hunde anbellt um sie rauszureissen und zeige ihr wo´s langgeht. Sie ist so begeistert davon (kennt mich ja kaum) das sie meine Nähe sucht und mich kennenlernen will. – So sehen ihre Menschen auch – was sie von ihnen braucht – Anleitung. – Sie ist sogar dankbar dafür – das ihr die Last der Rudelführung von den Schultern genommen wird.

Beim zweiten Spiel überdrehen die beiden, sie bekommt Angst, er wird Rüppelhaft und keiner hört mehr. – Also rufe ich das Rudel ab – bitte die Menschen mir zu folgen – und wir ziehen los – bringen wir Bewegung rein – und lassen die Döffköppe mal anlaufen und überlassen sie sich selbst. – Klappt prima – alle folgen und schnell sind auch die zwei überdrehten Jünglinge wieder da.

Honey muß lernen, sich vom Menschen führen zu lassen – damit sie sich sicher fühlt – diese Erfahrung hat sie noch nicht gemacht. – Doch jetzt, in ihrer neuen Familie ist es so weit. – Jetzt ist sie ein Familienhund, mit allen Rechten und Pflichten – es geht ihr gut. – Das Leben beginnt für sie neu. Hunde leben im Jetzt – sie lernt schnell. – Ihren Menschen ist sie wichtig – die lernen für sie – sie richtig anzuleiten und durchs Leben zu führen. – So bekommt sie Sicherheit und kann ein rundum glücklicher Hund sein.

Good LuckLaughing

Das Rudel ist auch schön ausgelastet und hat wieder mal einen guten Dienst an die Allgemeinheit geleistet und dabei geholfen einen Hund sozialer zu machen. Besser erzogen und mit klaren Trainingsaufgaben für seine Familie trainiert Honey im Alltag mit ihren Menschen weiter. Das stärkt die Bindung und schafft Vertrauen.

Die Hundekumpels dürfen am Ende des Trainings noch mit mir chillen. Beim Bach-Hundepool setze ich mich in den Schatten und lasse sie Flugbeute suchen, rumstromern, plantschen und einfach Hund sein. – Freizeit haben und genießen eben. – Geschenkter Raum. Geborgte Freiheit. – Die Hunde verstehen das und freuen sich darüber – sind durch das Bewusstsein darüber – auch gut abrufbar und lenkbar. – so nach dem Motto: Was kann ich für dich tun?

Statt: zu viel Freiheit für den Hund – keine Regeln – alles selbstverständlich – Halter ruft – Hund: was is? hab grad kan Bock…. später vielleicht…. – wenn euch das bekannt vorkommt – stellt die Freiheit ein Stück ein – und trainiert – Regeln, Grenzen, Anleitung – und als Belohnung: Freiheit, Aufmerksamkeit, Spiel, Spaß, Lob, Futter, Streicheleinheiten…. alles was gut ankommt – kann sich der Hund verdienen – tut er nix – gibts auch nix – schnell lernt er, das es sich lohnt und Spaß macht – mit dem Menschen zusammenzuarbeiten.

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